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Durch
vorliegende geologische Bedingungen und durch anthropogene Ursachen können
Böden radioaktiv kontaminiert sein. Für die natürliche Radioaktivität von Böden
sind dabei die Radionuklide aus den natürlichen Zerfallsreihen des Uran-238 und
des Thorium-232 von besonderer Bedeutung. Zudem spielt das durch den Zerfall
von natürlichen radioaktiven Stoffen entstehende gasförmige Radon, welches sich
in Innenräumen von Gebäuden sammelt, als Hauptfaktor der natürlichen
Strahlenbelastung des Menschen eine wichtige Rolle.
Sanierungen,
von der Erfassung, über die Sanierungsplanung
bis hin zur gutachterlichen Freigabe werden durch
GEOPRAX ausgeführt. Schwerpunkt
ist dabei die Nutzung der Möglichkeiten, ausgehend von der messtechnischen
Erfassung der vorliegenden radioaktiven Kontaminationen sowie der standörtlichen
Gegebenheiten und die Möglichkeiten für eine Senkung der Belastung durch
Verringerung der Strahlendosis zu erreichen.
Grenz-, Empfehlungs-, und Maßnahmewerte für radioaktive
Belastungen aus natürlicher Radioaktivität
Die vorliegenden gesetzlichen Regelungen in der
Bundesrepublik Deutschland für den Bereich von kontaminierten Böden, basierend
auf natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen, hier insbesondere den durch
Bergbauumgang hervorgerufenen Belastungen sind in der Strahlenschutzverordnung
festgelegt. Zudem existieren einschlägige Empfehlungen der
Strahlenschutzkommission, die für Sanierungsarbeiten relevant sind.
Eine besonders zu beachtende Problematik ist die
Festlegung von relevanten Werten für die Radonbelastung. Hier liegen Richtwerte
entsprechend der „Empfehlung zum Schutz der Bevölkerung vor Radonexposition
innerhalb von Gebäuden“ der Kommission der Europäischen Gemeinschaften vor,
gegenwärtig werden zudem Regelungsentwürfe zum Schutz vor Radon beim Aufenthalt
in Gebäuden diskutiert.
Maßnahmen zur Senkung der Radonbelastung
Die Ursachen für mögliche Radonbelastungen in
Gebäuden werden in Abbildung 1 aufgezeigt. Schon seit jeher ist der Mensch einer Strahlenexposition
aus natürlichen Strahlenquellen ausgesetzt. Ihrem Ursprung nach unterscheidet
man zwischen der kosmischen und der terrestrischen Strahlung.

Abbildung
1:
Komponeten
der radiologischen Belastung in Gebäuden
Die
Strahlenexposition kann von außen (zum Beispiel durch die kosmische Strahlung
oder durch die Strahlung natürlich radioaktiver Stoffe im Boden) oder von innen
(durch die Inhalation - die Zufuhr über die Atmung - oder die Ingestion - die
Zufuhr über die Nahrung) erfolgen.
Halbwertszeiten einiger natürlicher
radioaktiver Nuklide
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Element
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Halbwertszeit
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Uran-238
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4,4 Milliarden
Jahre
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Uran-235
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700 Millionen Jahre
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Thorium-232
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14 Milliarden Jahre
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Kalium-40
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1,3 Milliarden Jahre
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Aufgrund der sehr großen Halbwertszeiten enthält
die Erdkruste seit ihrer Entstehung die Radionuklide Uran-238, Uran-235,
Thorium-232 und Kalium-40. Bis auf das Kalium-40, dessen Zerfallsprodukt stabil
ist, wandeln sich diese Radionuklide über eine Reihe radioaktiver
Zwischenprodukte mit sehr unterschiedlichen Halbwertszeiten um, bis als
Endprodukt stabiles Blei entsteht.
Eines der wesentlichen Zwischenprodukte ist das
Radon-222 (Halbwertszeit: 3,8 Tage). Radon-222 entsteht als Zerfallsprodukt von
Radium-226, das aus dem radioaktiven Zerfall von Uran-238 hervorgeht. Das Radon
ist ein Edelgas und deshalb besonders mobil.
Überall dort, wo Uran im Erdboden vorhanden ist, wird Radon freigesetzt
und gelangt in vorhandene unterirdische Hohlräume, in die freie Atmosphäre
oder in Häuser. Von entscheidender Bedeutung hierfür ist die Radiumkonzentration
des Bodens. Einen zusätzlichen Einfluss auf die Radon-Konzentration in der Luft
übt die Durchlässigkeit des Bodens aus. Bei lockerem Material wie beispielsweise
Sand wandert das Gas besonders leicht durch die Zwischenräume an die Erdoberfläche.
Weniger lockeres Material weist sehr häufig auch Spalten und Risse auf, über
die das Radon freigesetzt werden kann. Daher kann besonders in geologisch gestörten
Gebieten mit erhöhten Radonwerten im Freien und in Gebäuden gerechnet werden.
Die Radonkonzentration in der bodennahen Atmosphäre
ist systematischen jahreszeitlichen und klimatisch bedingten Schwankungen
unterworfen. In Gebäuden hängt die Radonkonzentration wesentlich von den
baulichen Gegebenheiten ab. Austauscharme Wetterlagen (Inversionswetterlagen)
begünstigen eine Erhöhung der Radonkonzentration im Freien und in Gebäuden.
Durch zivilisatorische Einwirkungen können Veränderungen
entstehen, die eine lokale Erhöhung der Radonkonzentration über das für die
Region natürliche Niveau nach sich ziehen. Ein Beispiel dafür sind Abraumhalden
von Uranerzbergwerken und andere bergbauliche Hinterlassenschaften, wie sie in
den Bundesländern Sachsen und Thüringen anzutreffen sind.
In der Bundesrepublik Deutschland sind Jahresmittelwerte der Radonkonzentrationen
in der bodennahen Luft bis 80 Bq/m3 und in Gebäuden bis 250 Bq/m3
normal.

Abbildung 2:
Entstehung von Radon 222 und seiner Folgeprodukte
Für die Strahlenexposition des Menschen ist nicht so sehr das Radon
selbst von Bedeutung, vielmehr sind es die kurzlebigen Zerfallsprodukte. Diese
gelangen mit der Atemluft in den Atemtrakt, wo ihre energiereiche
Alphastrahlung strahlen-empfindliche Zellen erreichen kann. Die kurzlebigen
Zerfallsprodukte des Radons verursachen etwa die Hälfte der gesamten effektiven
Dosis durch natürliche Strahlenquellen. In den ehemaligen Bergbaugebieten in
Thüringen und Sachsen (historischer Bergbau,
Uranerzbergbau) sowie in anderen Gebieten mit besonderen geologischen
Bedingungen kann der Anteil höher liegen.

Abbildung 3:
Radonkonzentration in der Bodenluft
im Gebiet von Sachsen
[Quelle:
http://www.umwelt.sachsen.de]
Ionisierende Strahlung kann -
ebenso wie bestimmte Chemikalien oder Viren - Krebs erzeugen. Ursache und
Wirkung lassen sich im Einzelfall zum Teil nicht zuordnen. Das heißt, dass ein
durch Strahlung verursachter Tumor histologisch nicht von einem gleichartigen
Tumor zu unterscheiden ist, der durch anderweitige Ursachen hervorgerufen
wurde. Dieser Tatsache trägt der Begriff des Strahlenrisikos Rechnung. Er
definiert die zusätzliche Wahrscheinlichkeit, infolge einer Bestrahlung einen
gesundheitlichen Schaden zu erleiden.
Für
die Planung und Sanierungskontrolle von Maßnahmen
zur Senkung der Radonbelastung in Gebäuden
liegen 15 jährige Erfahrungen bei GEOPRAX vor.
Seit
dem Mitwirken am Pilotprojekt "Modellhafte
Sanierung radonbelasteten Wohnung in Schneeberg"
(BfS-St-Berichte 10/1996) bis zu jetzigen Problemlösungen
sind Projekte zur Radonsanierung nach aktuellen
Methoden Gegenstand unserer Arbeit, sowohl in Sachsen
und anderen Bundesländern als auch im Ausland
Auch
sind aktuelle Aufgabenstellungen im Rahmen von Rekonstruktionsmaßnahmen
zur Energieeinsparung und den möglichen Effekten
der Erhöhung der Radonbelastung Bestandteil unserer Bemühungen.

Abbildung
4:
Beispiel
für die gezielte Ableitung radonhaltiger Bodenluft
in einem Bergbaugebiet
[Quelle:
"Radon in Häusern" LfUG Sachsen]
Vorstellung einer
Sanierung radioaktiv kontaminierter
Flächen
Am Beispiel einer
radioaktiv kontaminierter Fläche wird die Erfassung der Belastung
und die gewählte Sanierung bis zur Freimessung dargestellt.
Für
die schematische Herangehensweise an die Sanierung
kontaminierter Flächen wird auf auf nachfolgendes
Blockbild verwiesen. Für solche Aufgabenstellungen
liegen umfangreiche Erfahrungen und praktische Realisierungen
bei GEOPRAX vor.

Abbildung
5:
Blockbild
zur Entscheidungsfindung für die Sanierung
von Einzelflächen eines Objektes

Abbildung
6:
Geländeprofilierung
zur Vorbereitung der Abdeckung

Abbildung
7:
Abdeckung
mit inerten Material
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